Copyright 2010 LV-VSM Alle Rechte vorbehalten
Landesverband der Vereine für Sozialmedizin und Vereinigungen der Suchtkrankenhilfe Niedersachsen e.V.
Fortbildungsstätten
Suchtkrankenhelferausbildung
In der Suchtkrankenhilfe, besonders im Bereich der Alkoholabhängigkeit, sind viele ehrenamtliche Suchtkrankenhelfer/-innen in Selbsthilfegruppen, Betrieben und Behörden tätig. Die eigene Betroffenheit und soziales Engagement reichen oft nicht aus, um den vielfältigen Aufgaben und Anforderungen gerecht zu werden. Die Fortbildung zum/zur ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer/-in soll auf die Praxis als Selbsthilfegruppenleiter-/in vorbereiten. Sie soll die Fähigkeit, in Betrieben/ Behörden beratend tätig zu sein fördern und Wissen rund um das Thema Suchterkrankung vermitteln.
Der Unterricht gliedert sich in Theorie, in Anleitung für die Moderation von Suchtselbsthilfegruppen und in die Auseinandersetzung mit der eigenen Person.
Zielgruppen/Teilnahmevoraussetzungen:
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Teilnehmer/-innen von Suchtselbsthilfegruppen (Betroffene und Angehörige) |
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Ansprechpartner/-innen für Suchtfragen am Arbeitsplatz |
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bei eigener Suchtmittelabhängigkeit ist eine 18monatige Abstinenz erforderlich |
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Eingangsgespräch zur Abklärung der Motivation |
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die Bereitschaft, das eigene Verhalten in der Ausbildungsgruppe und gegenüber Suchtkranken zu hinterfragen |
Referenten:
Fritz Evers, Sozialtherapeut/Suchtherapeut
Peter Burzlaff, Dipl. Sozialwirt, Sozialtherapeut – Schwerpunk Suchterkrankungen
Unterrichtszeiten und Termine
Die Fortbildung umfasst 180 Unterrichtsstunden und eine Hospitation in einer stationären Einrichtung der Suchtkrankenhilfe. Der Unterricht findet an 11 Wochenenden samstags von 10:00 bis 18:30 Uhr und sonntags von 9:00 bis 12:15 Uhr und an 2 Blockveranstaltungen statt.
1. Block: Mi. 30.11. 2011/10:00 bis 17:30 Uhr
Do. 01.12.2011/09:00 bis 16:15 Uhr
Fr. 02.12.2011/ 9:00 bis 16:15 Uhr
2. Block: Mi. 8.08.2012/ 10:00 bis 17:30 Uhr
Do. 9.08.2012/ 9:00 bis 16:15 Uhr
Fr. 2.12.2012/ 9:00 bis 16:15 Uhr
Die Blöcke werden als Bildungsurlaub durchgeführt, sodass über den LV-VSM
für den Arbeitgeber eine Freistellung beantragt werden kann.
Wo findet die Ausbildung statt?
VSM-Stade e.V./Fachstelle für Sucht u. Suchtprävention
Gruppenraum Steile Strasse 23, 21682 Stade
Träger der Ausbildung:
Landesverband der Vereine für
Sozialmedizin Niedersachsen e.V. (LV-VSM)
Schuhstrasse 4, 30159 Hannover
Tel.: 0511-35 30 700
Fax: 0511- 169 89 45
Mobil: 0171-46 48 306
E-Mail: foerster-burzlaff@landesverband-vsm.de
Website: www.fortbildung-suchtselbsthilfe.de
Lehrgangsleitung und Ansprechpartnerin:
Brunhild Förster-Burzlaff
Praxisberaterin für Suchtselbsthilfegruppen beim
Landesverband-VSM Nds. e.V.
Kosten
Die Teilnahmegebühr beträgt 880 €, inklusiv Unterrichtsmaterial.
Die Gebühr ist vor der Ausbildung fällig. Ratenzahlung kann vereinbart werden.
Die Teilnahmegebühr bitte überweisen an:
Landesverband d. Vereine für Sozialmedizin
Sparkasse Stade Altes Land
Konto: 19 0 91
BLZ: 241 510 05
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Die Mindestteilnahme an 144 von 180 Unterrichtsstunden darf auch durch Krankheit nicht unterschritten werden |
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eine 5tägige Hospitation in einer stationären Einrichtung der Suchtkrankenhilfe |
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die Anfertigung von mindestens einem Unterrichtsprotokoll |
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die erfolgreiche Teilnahme am Abschluss-Colloquium |
Lehrgangsinhalte
1. Block / 30. November bis 2. Dezember 2011
Kennenlernen, Lehrgangserwartungen, Organisation
Woran erkenne ich eine Suchterkrankung? Gesundheitlich unschädlicher Alkoholkonsum - riskanter Konsum, Missbrauch, psychische und körperliche Abhängigkeit, Krankheitsverlauf, Typen nach Jellinek, Tiefpunkt,
Entstehungsbedingungen der Suchterkrankung, Suchtgedächtnis, Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis Referent: Fritz Evers
1. Wochenende / 14. bis 15. Januar 2012
Stoffwechsel von Alkohol, Toleranzentwicklung, Alkoholfolgekrankheiten, Medikamente in der Suchtbehandlung Referent: Peter Burzlaff
2. Wochenende / 11. bis 12. Februar 2012
Sucht und Sinn/Werte/Lebenseinstellungen
abhängigkeitsfördernde Verhaltensweisen, kontrolliert Trinken und Abstinenz, Suchtverlagerung, nicht stoffgebundene Suchterkrankungen am Beispiel
Essstörungen, Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis Referent: Fritz Evers
3. Wochenende / 10. bis 11. März 2012
Rückfall - Rückfallbewertung, Rückfallmythen, Rückfallprävention, Rückfallverlauf, Rückfallbewältigung
in der Selbsthilfe
Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis Referent: Fritz Evers
4. Wochenende / 31. März bis 1. April 2012
Abhängigkeit als Familienerkrankung, Co-Abhängigkeit, Alkohol in der Schwangerschaft Referent: Fritz Evers
5. Wochenende / 5. bis 6. Mai 2012
Auseinandersetzung mit der eigenen Helfermotivation, Selbstschutz des Helfers/Helferin
Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis Referent: Fritz Evers
6. Wochenende / 2. bis 3. Juni 2012
Selbsthilfe- Prinzipien und Strukturen, Fördermöglichkeiten
von Selbsthilfe, Öffentlichkeitsarbeit, Rechtsfragen
Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis Referent: Fritz Evers
7. Wochenende / 7. bis 8. Juli 2012
Betriebliche Suchtkrankenhilfe - Aufgaben von Vorgesetzten und
betrieblichen Helfern, Betriebsvereinbarungen, Übungen
Referent: Peter Burzlaff
2. Block / 8. bis 10. August 2012
Moderation von Selbsthilfegruppen,
Aufgaben der Gruppenleitung, Gesprächsregeln, Methoden
der Gruppenpraxis, Übungen,
Grenzen ehrenamtlicher Hilfen, chronisch mehrfache Störungen
und Selbsthilfe, Umgang mit schwierigen Situationen wie Tod, Trauer, Konflikte
Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis
Referent: Fritz Evers
8. Wochenende / 13. bis 14. Oktober 2012
Medikamentenabhängigkeit, Betäubungsmittelgesetz,
illegale Drogen
Referent: Peter Burzlaff
9. Wochenende / 10. bis 11. November 2012
Grundeinstellung gegenüber Suchtkranken, Gesprächsführung
in der Selbsthilfe, Übungen
Referent: Fritz Evers
10. Wochenende / 1. bis 2. Dezember 2012
Genesungsverlauf, Geschichte der Behandlung, Behandlung und Rehabilitation, stationäre und ambulante Hilfen, Kosten- und Leistungsträger,
Netzwerke und Verbundsysteme
Praxisberatung - Fallbeispiele aus der ehrenamtlichen Helferpraxis Referent: Fritz Evers
11. Wochenende / 19. bis 20. Januar 2013
Auswertung der Hospitation
Lehrgangsauswertung, Seminarabschluss
Abschlusscolloquium und Zertifikatsverteilung
Referent: Fritz Evers
Der Unterricht orientiert sich an den Ausbildungsrichtlinien für die Ausbildung ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer-/-innen des Paritätischen Niedersachsen e.V.
Die vollständigen Ausbildungsrichtlinien können beim Landesverband -VSM angefordert werden.
Voraussetzung für die Erteilung des Zertifikats